SKALA – geplantes ZIM-Innovationsnetzwerk
Die Learning‑ und Development‑Branche steht vor einem grundlegenden Wandel. Unternehmen müssen ihre Mitarbeitenden kontinuierlich weiterqualifizieren, um mit Digitalisierung, technologischen Veränderungen und Fachkräftemangel Schritt zu halten. Gleichzeitig stehen viele L&D‑Abteilungen unter wachsendem Druck: Budgets werden reduziert, Teams verkleinert und neue Technologien wie künstliche Intelligenz verändern die Erwartungen an Weiterbildung.
Zwar gilt Weiterbildung als entscheidender Erfolgsfaktor für Unternehmen, doch häufig fehlt eine klare Strategie. Lernprogramme werden oft anhand von Abschlussraten oder Feedback bewertet, ohne den tatsächlichen Einfluss auf Produktivität oder Geschäftsprozesse sichtbar zu machen. Gleichzeitig steigt der Bedarf an neuen Kompetenzen, während Technologien wie KI, Datenanalyse oder immersive Trainingsumgebungen noch kaum systematisch genutzt werden.
Hier setzt das geplante ZIM‑Innovationsnetzwerk SKALA an. Ziel des Netzwerks ist es, gemeinsam mit kleinen und mittleren Unternehmen sowie Forschungseinrichtungen neue Technologien für intelligente Lernökosysteme zu entwickeln und damit die nächste Generation betrieblicher Weiterbildung zu gestalten.
Die Vorteile auf einen Blick
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- Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen und Technologiepartnern
- Entwicklung innovativer Produkte und Technologien im Netzwerk
- Zugang zu wissenschaftlicher Expertise und Forschungsinfrastruktur
- Wissens‑ und Technologietransfer zwischen Unternehmen und Forschung
- Umsetzung eigener Forschungs‑ und Entwicklungsprojekte
- Zugang zu Fördermitteln für Innovationsprojekte im ZIM‑Programm
- Austausch mit Unternehmen aus der EdTech‑Branche und angrenzenden Technologiefeldern
Unsere Mission: Intelligente Lernökosysteme für die betriebliche Weiterbildung entwickeln
SKALA verfolgt das Ziel, Weiterbildung stärker mit realen betrieblichen Anforderungen zu verbinden. Lernprozesse sollen datenbasiert analysiert, zukünftige Kompetenzbedarfe frühzeitig erkannt und Qualifizierungsmaßnahmen direkt in Arbeitsprozesse integriert werden. Dafür kombiniert das Netzwerk Technologien wie künstliche Intelligenz, Datenanalyse und immersive Lernumgebungen. Weiterbildung soll dadurch messbarer, wirksamer und stärker an den tatsächlichen Kompetenzanforderungen von Unternehmen ausgerichtet werden. Langfristig entsteht so ein technologisches Ökosystem, in dem Lernressourcen, Kompetenzmodelle und betriebliche Anforderungen über gemeinsame Datenstrukturen miteinander verbunden sind.
Die Entwicklungsschwerpunkte im Überblick
Die Innovationsarbeit im Netzwerk folgt einem Dreiklang aus Verstehen, Voraussehen und Qualifizieren.
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Kompetenz‑Analyse
Ein Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung neuer Methoden zur Analyse von Kompetenzen. Ziel ist es, Kompetenzmodelle zu schaffen, die Lernaktivitäten mit realen Geschäftskennzahlen verknüpfen.
Heute messen viele Systeme lediglich Lernabschlüsse oder Nutzungsdaten. Ob sich dadurch tatsächlich Arbeitsprozesse verbessern, bleibt oft unklar. Neue datenbasierte Ansätze sollen diese Lücke schließen.
Lernbedarfs‑Antizipation
Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf der vorausschauenden Erkennung von Qualifizierungsbedarfen. KI‑gestützte Systeme sollen zukünftige Kompetenzanforderungen identifizieren und passende Lernpfade automatisch ableiten.
Lerninhalte können dadurch kontextbezogen bereitgestellt werden, etwa direkt im Arbeitsprozess und genau dann, wenn Mitarbeitende Unterstützung benötigen.
Immersive Qualifizierung
Ein weiterer Entwicklungsbereich sind Trainingsumgebungen auf Basis von XR‑Technologien. Dazu gehören virtuelle Trainingsräume, digitale Zwillinge von Arbeitsumgebungen sowie AR‑gestützte Assistenzsysteme.
Ziel ist es, praxisnahe Trainingslösungen zu entwickeln, die komplexe Arbeitsprozesse realitätsnah abbilden und gleichzeitig auch für kleine und mittlere Unternehmen wirtschaftlich einsetzbar sind.
Übergreifend spielen künstliche Intelligenz sowie interoperable Plattformarchitekturen eine zentrale Rolle. Durch semantische Datenmodelle sollen Lernressourcen, Kompetenzanforderungen und betriebliche Prozesse miteinander verknüpft werden.
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Beispiel aus einem ZIM-Netzwerk
Wie ein solcher Innovationsprozess aussehen kann, zeigt ein Beispiel aus einem bestehenden Netzwerk.
Ein mittelständisches Unternehmen aus der Gebäudereinigungsbranche suchte nach einer Lösung, um Arbeitssicherheitsunterweisungen digital zu dokumentieren und Risiken bei bestimmten Reinigungsarbeiten automatisch zu erkennen. Am Markt gab es keine passende Lösung, gleichzeitig fehlte im Unternehmen die technische Expertise für eine eigene Entwicklung.
Im Rahmen eines ZIM‑Projekts wurde die Idee zunächst in einer Durchführbarkeitsstudie geprüft. Anschließend entstand gemeinsam mit Technologiepartnern eine KI‑gestützte Anwendung, die speziell auf die Anforderungen des Unternehmens zugeschnitten ist.
Das Beispiel zeigt, wie aus einer zunächst schwer umsetzbaren Idee durch Kooperation, Forschungspartner und Förderung eine konkrete Innovation entstehen kann.
Aus „unmöglich“ wurde „das machen wir“.
Klingt interessant?
Dann nutze die Gelegenheit in unserem kostenlosen FAQ‑Webinar mit Matthias Walter. Frage Matthias direkt und konkret, wie er die typischen Hürden überwunden hat und mit ZIM seine eigene Lösung für eine KI‑gestützte Arbeitssicherheits‑App entwickelt hat.
Termin: Fr, 05.06.2026 10 – 11 Uhr, per Teams
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Was ist ein ZIM‑Innovationsnetzwerk?
Ein ZIM‑Innovationsnetzwerk ist ein Zusammenschluss von kleinen und mittleren Unternehmen sowie Forschungseinrichtungen, die gemeinsam an technologischen Innovationen arbeiten. Grundlage ist das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM), das Forschungs‑ und Entwicklungsprojekte mit nicht rückzahlbaren Zuschüssen unterstützt.
Zusammenarbeit im Netzwerk
Unternehmen und Forschungspartner arbeiten über mehrere Jahre gemeinsam an technologischen Fragestellungen. Neben gemeinsamen Forschungsansätzen können Unternehmen auch eigene Entwicklungsprojekte umsetzen und ihre Innovationen individuell verwerten.
Innovationsprozess
Nach der Gründungsphase folgt eine Konzeptionsphase, in der Innovationsideen technisch und wirtschaftlich geprüft werden. Anschließend können konkrete Forschungs‑ und Entwicklungsprojekte umgesetzt werden.
Fördermöglichkeiten
Im Rahmen von ZIM können Unternehmen Zuschüsse für Forschungs‑ und Entwicklungsprojekte erhalten. Je nach Projektumfang sind Förderungen von bis zu 345.000 Euro möglich, ergänzt durch Zuschüsse für Durchführbarkeitsstudien oder Markteinführung.
Wer kann teilnehmen?
Das Netzwerk richtet sich vor allem an kleine und mittlere Unternehmen aus der EdTech‑Branche sowie angrenzenden Technologiebereichen.
Gesucht werden Unternehmen mit Kompetenzen in Bereichen wie
- Learning Analytics
- KI‑basierte Lernsysteme
- adaptive Lernplattformen
- XR‑ und VR‑Trainingsumgebungen
- Lernplattformen und Integrationslösungen
Jetzt Gründungspartner werden
Das geplante Netzwerk SKALA befindet sich derzeit in der Gründungsphase. Gesucht werden Unternehmen, die gemeinsam mit anderen Partnern und Forschungseinrichtungen neue Technologien für digitale Weiterbildung entwickeln möchten.
Der Einstieg ist unkompliziert. Für ein erstes Gespräch benötigen wir lediglich einige grundlegende Informationen:
- Wer bin ich? Eine kurze Unternehmensdarstellung, beispielsweise über die Webseite oder eine Imagebroschüre.
- Was kann ich? Eine Übersicht über technische Kompetenzen, Technologien oder vorhandene Infrastruktur.
- Was möchte ich entwickeln? Eine kurze Beschreibung der Projektidee: Welches Produkt, Verfahren oder welche Dienstleistung soll im Rahmen eines geförderten Projekts entwickelt werden?
- Orientierungsgespräch: In einem gemeinsamen Gespräch prüfen wir den Fit zum Netzwerk und klären mögliche nächste Schritte.
Das ist alles. Die Antragserstellung und der weitere Förderprozess werden durch das Netzwerkmanagement begleitet.
Warum jetzt der richtige Zeitpunkt ist
Der Einstieg in der Gründungsphase bietet besondere Vorteile.
Mitgründen statt Mitlaufen: Als Gründungspartner gestaltest du die Netzwerkarchitektur, Forschungsfragen und technologischen Schwerpunkte von Anfang an mit.
Frühzeitiger Zugang: Du bist von Beginn an im Austausch mit den beteiligten Unternehmen und Forschungseinrichtungen und kannst frühzeitig Kooperationen aufbauen.
Maximaler Einfluss: In der Gründungsphase hat jeder Partner besonders großen Einfluss auf die Ausrichtung des Netzwerks. Eigene Innovationsideen können so zu zentralen Themen des Netzwerks werden.
Zeitvorteil: Wer früh einsteigt, kann seine Projektkonzeption bereits vorbereiten und bei Bewilligung des Netzwerks direkt mit der ersten Entwicklungsphase starten.
Unternehmen, die Interesse an einer Beteiligung haben, können sich unverbindlich über die Teilnahme am geplanten Netzwerk informieren.
Jetzt Teil des Netzwerks werden!
Nutzen Sie die Chance, mit visionären Partnern intelligente Lernökosysteme von morgen zu entwickeln – intelligent, vernetzt und zukunftssicher.
Ansprechpartner:

Matthias Brucke
Netzwerke und Partnerschaften
Matthias Brucke ist Techie der ersten Stunde, Innovator und Netzwerker. Er beschäftigt sich seit 1982 mit Informationstechnologie und dem Internet und hat 15 Jahre in Führungspositionen in der Forschung gearbeitet. Seine Lieblingsherausforderungen sind das Bewältigen von Komplexität und das Ermöglichen von Veränderung. Seine Themen sind Innovation und Transformation sowie die Digitalisierung in Anwendungen wie Industrie 4.0 oder Smart Cities / Smart Regions. Seine besondere Stärke ist, neben dem tiefen Verständnis von Technologie die gute Vernetzung mit klugen Menschen in den unterschiedlichsten Fachgebieten. Er ist Dozent, Gutachter für verschiedene deutsche und europäische Förderprogramme und ehrenamtlich in verschiedenen Verbänden und Organisationen aktiv.
Aktuell engagiert er sich in folgenden Gremien:

Dr. Jens Kohne
Projektmanagement
Dr. Jens Kohne macht Innovationsförderung greifbar, strategisch nutzbar – und bringt Projekte erfolgreich durch ZIM. Als ZIM-Manager bringt er umfangreiche Erfahrung aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung mit. Ob Produktidee, Prozessinnovation oder Forschungskooperation: Er kennt die Anforderungen, übersetzt sie in machbare Schritte – und bringt Ihr Vorhaben zuverlässig auf Kurs von der Idee über den Zuwendungsbescheid bis zur Marktreife.

